Reiseziel Wien
Die österreichische Hauptstadt an der Donau ist riesig! Sie ist eine der bedeutendsten und größten Städte Mitteleuropas. Wien zeigt sich trotzdem als grüne Metropole: Alleen, Parks, Grünflächen, die Donauauen, sogar Wälder sind ihre Lunge: ideale Erholungsorte zum bunten Allerlei der Stadt. Denn Wien hat zugleich beeindruckende Architektur, Kultur und einen mondänen Lifestyle á la autrichien zu bieten. Aristokratische Zeugen des alten Hauses Habsburg sind im Stadtbild ebenso präsent wie die Wiener Moderne mit ihren Kaffeehäusern und Avantgardetempeln. Doch Wien ruht sich keineswegs auf seiner weltberühmten Geschichte aus: Zumindest das Wolkenkratzer-Viertel der Donau-City beweist mit seinem krassen Gegensatz zur üblichen Stadtansicht das innovative Potential der Stadt.
Sehenswürdigkeiten
Innere Stadt
Die gesamte Altstadt gehört zum Weltkulturerbe. Sie ist von der Ringstraße umgeben, die nach der Schleifung der alten Stadtmauer erbaut wurde. Hier reiht sich ein Monumentalbau an den nächsten. Das stilistisch berühmteste ist wohl das Rathaus, welches den so genannten „Ringstraßenstil“ begründet hat. Überhaupt findet man in der Inneren Stadt die meisten der großen Sehenswürdigkeiten von Wien, die da wären...
Hofburg
Die ehemalige Residenz der Habsburger birgt heute mehrere Museen in seinem Innern. In der Schatzkammer lagert die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Das Sissi-Museum gibt fernab von jeder Parodie Auskunft über die populäre Kaiserin. Und Silberkammer und Kaiserappartements liefern eine genaue Vorstellung zu Leben und Macht der einstigen Herrscher. Die Hofburg bezeichnet außerdem ein riesiges Areal, welches durch die Anbauten entstanden ist: Der Michaelertrakt ist das Hauptportal der Burg und nimmt außerdem das weltberühmte Hofburgtheater in sich auf. Auf der gegenüberliegenden Seite der Burg befindet sich der Heldenplatz: ein großes Freiareal, wo die Fiaker (die Pferdekutschen) für eine teure Stadtrundfahrt auf Kundschaft warten. Außerdem gibt es noch die Spanische Hofreitschule und die Albertina, in welcher die grafischen Sammlungen, Gemälde, Skulpturen und moderne Kunst ausgestellt sind.
Maria-Theresien-Platz
Das imposante Denkmal der Kaiserin Maria Theresia thront über diesen Platz, der vom Kunsthistorischen Museum auf der einen Seite und vom Naturhistorischen Museum auf der anderen Seite eingerahmt wird. Ersteres beherbergt eine bedeutende Sammlung alter Meister des 15. bis 18. Jahrhunderts: Werke unter anderem von Rubens, Tizian, Rembrandt oder Velazquez. Im Naturhistorischen Museum finden sich unzählige ausgestopfte Tiere, Dinosaurierskelette und so weiter - aber vor allem die Venus von Willendorf: die älteste bekannte Darstellung einer Fruchtbarkeitsgöttin. Vielleicht habt Ihr davon schon mal im Geschichtsunterricht gehört? Auf jeden Fall sind beide Museen absolut besuchenswert!
MuseumsQuartier
Oberhalb des Maria-Theresien-Platzes befindet sich das MuseumsQuartier, eines der größten Kulturareale der Welt. Verschiedene Museen sind hier unter einem Dach vereint, die unter anderem Werke des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus ausstellen. Im Innenhof befinden sich verschiedene Sitzgelegenheiten, so dass sich dort gern das junge (Künstler-)Volk trifft. Außerdem gibt es originelle Museumsshops zum Stöbern und ein stylishes Café zum Ausruhen.
Stephansdom
Von den Wienern liebevoll „Steffl“ genannt, ist der Stephansdom das Wahrzeichen der Stadt. Die gotische Kathedrale ragt als eines ihrer höchsten Bauwerke über Wien. Sie ist trotzdem noch immer unvollendet, und das seit ca. 900 Jahren! Noch ungewöhnlicher ist das Dach des Doms: Die Ziegel sind in einem Zickzackmuster angeordnet. Das sieht aus, als hätte man das Design eines Dederon-Beutels als Vorlage benutzt...
Wiener Staatsoper
Das ist eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt! Alljährlich am letzten Donnerstag im Fasching findet hier der Wiener Opernball statt, der immer wieder mit prominenten Gästen wie Dita von Teese, Pamela Anderson oder Paris Hilton Aufsehen erregt - besser: erregen will. Bei so viel Pomp und Geltungssucht sind die regelmäßigen Demonstrationen zur Ballzeit kein Wunder.
Wiener Kaffeehäuser
Ein Besuch in einem der schicken Wiener Kaffeehäuser ist ein unbedingtes Muss! Diese Tradition des stundenlangen Kaffeetrinkens und Zeitunglesens nahm hier ihren Anfang und hat die literarische Wiener Moderne entscheidend geprägt. Die berühmtesten Kaffeehäuser sind das Café Central, das Café Prückel, das Café Griendsteidl oder das Café Goldegg. Neben Kaffee kann man sich natürlich auch ein deftiges Wiener Schnitzel bestellen und zum Nachschlag ein leckeres Stück Sachertorte.
Prater
Der Prater liegt im zweiten Bezirk und ist die größte Parkanlage Wiens. Er ist fast doppelt so groß wie der Central Park in New York! Dieses gigantische Naherholungsgebiet beinhaltet außerdem das Wiener Messegelände und das Ernst-Happel-Stadion, aber vor allem den berühmten „Wurstelprater“: Das ist ein Vergnügungspark unter anderem mit einem Riesenrad, dem Wahrzeichen des Praters. Damit hat man, besonders am frühen Abend, einen tollen Ausblick über ganz Wien.
Schloss Belvedere
Nicht weit vom Prater, im dritten Bezirk, liegen Schloss und Garten Belvedere. In der barocken Schlossanlage befindet sich die Galerie zu österreichischer Kunst - vom Mittelalter über Barock bis zum 20. Jahrhundert. Darunter sind zum Beispiel Arbeiten von Gustav Klimt oder Egon Schiele zu sehen.
Hundertwasser-Bauwerke
Ebenfalls im dritten Bezirk steht eins der Gebäude Friedensreich Hundertwassers. Das Hundertwasserhaus lehnt sich gegen sämtliche Normen des Häuserbaus und mutet mit seiner kunterbunten Außenfassade und der spielerischen Architektur wie ein Haus aus einem Märchen an. Ein weiteres Hundertwasser-Gebäude steht im neunten Bezirk: die Müllverbrennungsanlage Spittelau. Da hat der Abfall ja mal ein schickes Endlager gefunden!
Schloss Schönbrunn
Das ebenfalls zum Weltkulturerbe zählende Palastareal liegt im 13. Wiener Bezirk. Neben dem ehemaligen Domizil der Kaiserin Sissi, dem Schloss, gibt es den idyllischen Park unter anderem mit einem typischen Wiener Palmenhaus (weltweit eines der größten) und den Tiergarten Schönbrunn. Letzterer ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt und durch seine interessante und artgerechte Haltung der Tiere (wenn man das überhaupt über einen Zoo sagen kann) besonders sehenswert.
Zentralfriedhof
Die gigantischen Ausläufer des legendären Zentralfriedhofs im elften Bezirk machen ihn zu einem der größten Friedhofsanlagen Europas. Seine vorwiegend im Jugendstil gehaltenen Mausoleen, Gräber und Gedenkstätten bilden zusammen mit einem idyllischen Naturraum den besonderen morbiden Charme des Friedhofs. Neben vorwiegend katholischen Gräbern gibt es auch jüdische, orthodoxe, evangelische, islamische und buddhistische Ruhestätten. Vor allem wegen seiner Ehrengräber ist der Friedhof bekannt: Hier „liegen“ unter anderem Mozart, Schubert, Beethoven und Falco.
Einkaufen
Kärntner Strasse, Graben und Kohlmarkt: Das sind die ersten Adressen der Stadt, zentral gelegen und als Fußgängerzonen ausgezeichnet. Inmitten einer dichten Ansammlung extravaganter Boutiquen wie Gucci, Louis Vuitton, Lagerfeld oder Versace kann man mal so richtig einen auf dicke Hose machen. Die dazwischen gelegenen Cafés, darunter das berühmte Spezialitätengeschäft Julius Meinl, sind in ihrer Preisliste nicht anspruchsloser. Kein Wunder, dass diese Straßen von Touristen nur so wimmeln. Und auch die einheimische High Society gönnt sich hier hin und wieder eine kleine „Schnäppchenjagd“.
Mariahilferstrasse
Wer es günstiger und geerdet mag, kauft auf der „Mahü“ ein. Hier gibt es alles, was das Stil bewusste Großstadtherz begehrt. Wem aber H&M und Co. doch zu sehr mainstream sind, kann im „Humana“ Second-Hand-Kleidung zum Schnäppchenpreis ergattern...
Gasometer
Im elften Bezirk befindet sich die „Gasometer City“. Das ist ein ehemaliges, zu Wohnungen, einer Veranstaltungshalle und einer Shopping-Mall umgebautes Gaswerkgelände. An die 70 Geschäfte laden hier zum kompakten Einkauf ein.
Naschmarkt
Im sechsten Bezirk befindet sich der Wiener Spezialitätenmarkt. Unzählige bunte Stände reihen sich aneinander und bieten Obst, Gemüse, Gewürze, Fleisch, Fisch und vieles mehr aus aller Welt an. In eines der festen Gebäude auf dem Marktgelände befindet sich ein Sushi-Imbiss: super lecker und verhältnismäßig günstig!
Nachtleben
Palmenhaus
Die Mischung aus Café, Brasserie und Bar ist ein idealer Einstieg in das Wiener Nachtleben. Am Burggarten gelegen, fühlt man sich in diesem schicken Ambiente in einer Welt, wie sie sich selbst ein Jules Verne nicht besser ausgedacht haben könnte. Unbedingt hingehen!
Gasometer
Das Entertainmentcenter im elften Bezirk ist mit seiner mittelgroßen Konzerthalle Spielort für Bands wie Bloc Party, Maximo Park, The Arcade Fire, The White Stripes und vielen mehr. Das ist die ideale Größe für ein richtig schönes Konzert!
Flex
Am Schottenring, nahe dem Donaukanal trifft sich die alternative Subkultur in einem der größten Clubs von Wien. Hier gibt’s lokale und internationale Konzerte und DJ’s zwischen Pop und Alternative auf die Ohren.
Fluc/Fluc Wanne
In einer ehemaligen Fußgängerunterführung direkt am Praterstern befindet sich dieser Clubmix: oben das Fluc, unten die Fluc Wanne. Gespielt werden von Minimal, Dub, Electronica und Drum&Bass bis Indie, Rock, Soul und HipHop alles, was Laune macht. Übrigens ist im Fluc der Eintritt immer frei!
Café Leopold
Ab 22 Uhr wird das Café im Museumsquartier zum Club. Dort spielen dann vorwiegend am Wochenende national und international gefeierte Elektro-DJ’s ihre Sets.
Chelsea, B72 und Rhiz
Diese Szeneclubs haben sich ganz schick in ehemaligen Stadtbahnbögen niedergelassen. Das Chelsea am Lerchenfeldergürtel ist eher alternativ angehaucht. Hier spielt alles von New Wave über Indie und Alternative bis Rock, Pop, Glam, Punk und sogar Hardcore und Folk. Das B72 am Hernalser Gürtel dagegen hatte schon einige namhafte Bands wie Calexico, Tocotronic, Peaches oder Moneybrother zu Gast. Die Live-Acts dort sind also nicht zu verachten! Das Rhiz am Gürtelbogen 37 wiederum steht für nationale und internationale Musiker der gepflegten elektronischen Musik.
