Reiseziel Mailand
Mailand ist die Modehauptstadt Italiens. Hier kann man sich regelrecht satt sehen an stilbewussten, schönen Menschen. Will man mithalten, sollte man ein dickes Portemonnaie mitbringen. Denn hier sind einige der weltweit namhaftesten Designer ansässig: Armani, Gucci, Versace, Ferré oder Max Mara. Andererseits gibt es mittlerweile auch unzählige Outletstores, die Markenware „billig“ anbieten. In der zweitgrößten Stadt Italiens können sich diese Kleinode schnell wie die Nadel im Heuhaufen verlieren. Doch mit dem richtigen Riecher für Insidertipps und der tatkräftigen Hilfe der Mailänder Metro kann man sich ruhig vom Kaufrausch benebeln lassen.
Sehenswürdigkeiten
Mailänder Dom
Was Mailand aber vor allem zu bieten hat, sind seine enormen Kunstschätze und prachtvollen Bauten. Allen voran: il Duomo Santa Maria Nascente. Der Mailänder Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Als viertgrößte Kirche der Welt und im Aussehen einer Kleckerburg ähnlich, zählt der gotische Dom zu den berühmtesten Bauwerken Italiens und Europas. Aus dem Trubel des belebten Domplatzes tritt man plötzlich in eine umwerfende und erhabene Atmosphäre: Das fünfschiffige Bauwerk ist mit seinen riesigen bunten Fenstern eine einmalige Erfahrung. Wen das noch nicht einschüchtert, sollte in die Krypta unter dem Hauptaltar steigen: Dort liegt die mumifizierte Leiche eines Mailänder Heiligen. Genug gegruselt: Einzigartig ist die Kathedrale außerdem wegen ihrer imposanten Dachterrasse. Der Aufstieg ist zwar nicht gratis, aber ein unbedingtes Muss! Dort oben kann man sich sonnen, die Turmspitzen zählen und hat natürlich einen wunderbaren Ausblick auf Mailand, die Lombardische Ebene und bei guter Sicht sogar bis zu den Alpen.
Sant Ambrogio
Die romanische Basilika St. Ambrogio ist eine der ältesten und bedeutendsten Kirchen in Mailand. Früher wurde in den Kreuzgängen, die den Innenhof säumen, lebhaft Markt abgehalten. Heute stellt ein Museum die Schatzkammer der Kirche aus, die voll ist mit mittelalterlichen Kostbarkeiten.
Santa Maria delle Grazie
Noch eine Kirche, aber Mailand ist eben berühmt für seine Gotteshäuser. Man sollte sich nicht wundern, wenn sich in einer Messe die Leute plötzlich die Hände reichen. Einfach mitmachen, denn das gehört sich so und man kann noch Bekanntschaften schließen! Was die Santa Maria aber eigentlich so interessant macht, ist Leonardo da Vincis weltberühmtes Fresko „Das letzte Abendmahl“. Obwohl diese Kirche überall als Aufbewahrungsort des Werkes genannt wird, findet man es in Wirklichkeit im angrenzenden Kloster.
Castello Sforzesco
Das Mailänder Schloss ist eine wahre Trutzburg. Die Festung wirkt bei nächtlicher Beleuchtung besonders imposant. Die heute als kleiner Park genutzte Wallanlage vor dem Castello ist ein beliebter Platz für frisch Verliebte. Dort machen die Blumenverkäufer ihre besten Geschäfte. Am Tag kann man die vielen Kunstmuseen im Innern der Festung besuchen, u.a. Werke von Michelangelo. Oder man entspannt im dahinter liegenden Parco Sempione, dem Schlosspark.
Mailänder Scala
Das weltbekannte Opernhaus war und ist auch heute noch ein Treffpunkt zum Sehen und Gesehen werden. Von außen eher schlicht, glaubt man sich im Inneren der Oper und besonders zur Spielzeit in einer anderen Welt. In Prunk und Pomp fährt da die Mailänder High Society auf und rollt sich den roten Teppich aus. Da versteht es sich von selbst, dass die Tickets schwer zu ergattern sind.
Pinacoteca di Brera
Ein Hinweis vorweg: Die meisten Museen in Mailand sind montags geschlossen! So auch die Gemäldegalerie Brera im gleichnamigen Künstlerviertel Mailands. Man sollte eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt auf keinen Fall verpassen, denn hier hängen unter anderem Meisterwerke von Caravaggio, Raffaello, Piero della Francesca, Tizian, Tintoretto oder Mantegna!
Einkaufen
Galleria Vittorio Emanuele II
Die Eingangsportale der riesigen Einkaufspassage ähneln prächtigen Triumphbögen. Die im Jugendstil erbaute kreuzförmige Galerie bietet besonders bei sonnigem Wetter ein einziges Farbenschauspiel in ihrem Innern. Dort reihen sich exklusive Geschäfte an schicke Bars, Restaurants und Gelaterias. Jedes Detail ist auf Eleganz getrimmt, sogar der marmorne Fußboden mit seinen kunstvollen Mosaiken. In der Mitte der Galerie kann man bei eines dieser Mosaike dem Aberglaube frönen: Die Leute stehen Schlange, um dem Stier am Boden die „besten Teile“ mit dem Absatz abzudrehen. Das soll Glück bringen...
Darsena
Rund um das einstige Hafenbecken am Naviglio Grande, dem großen Kanal, findet man den schicksten Flohmarkt der Stadt. Jeden Samstag werden entlang der Darsena Second-hand Waren und Antiquitäten angeboten. Das gleichnamige Viertel ist eine einzige Idylle mit seinen Künstlerateliers, originellen Läden oder gemütlichen Kneipen.
Corso Como
Das ist eine der Szenestraßen Mailands, in der Centro Direzionale gelegen. Kunstgalerien reihen sich an Mode- und Designerläden, Musikstores an Bars und Restaurants. Man kann hier, inmitten der schönen Dinge des Lebens, den ganzen Tag verbringen und sich so richtig state of the art fühlen.
Quadrilatero della Moda
Im berühmten Mailänder Viertel in der City konzentrieren sich die größten Modedesigner der Stadt auf kleinstem Raum. Als normal Sterblicher kann man da schnell zugrunde gehen angesichts der horrenden Preise. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es aber: 80 Kilometer außerhalb Mailands befindet sich das größte Outlet-Center Europas. Das McArthurGlen Designer Outlet Village in Serravalle bietet Edelmarken zu äußerst reduzierten Preisen an!
Nachtleben
Ein Tipp vorweg: Die meisten Kneipen in Mailand, die so genannten Aperitivo-Bars, bieten eine Happy Hour an. Dann gibt es die Drinks verbilligt und noch besser: man kann sich kostenlos durchs Büffet essen! Wer jedoch nicht auf seine Pizza Mozarella verzichten möchte, isst besonders lecker und billig in der bekanntesten Pizzeria der Stadt. Das Schnellrestaurant „Spontini“ liegt in der Via Gaspare Spontini 4, im Viertel Buenos Aires.
Il Sottomarino Giallo
Nicht weit vom „Spontini“, in der Via Donatello 2, Ecke Viale Abruzzi, liegt dieser ehemalige Gay-Club. Seine Geschichte lässt sich an den witzigen Wanddekors eindeutig ablesen. Man fühlt sich wirklich wie in einem U-Boot, so klein ist es dort. Aber Platzangst kann nicht aufkommen: Die untere Etage ist ein einziges Spiegelkabinett. So wirkt der Raum größer und voller als er ohnehin schon ist. Musikrichtung: ElektroFunkIndieRockBluesSoulJazzPunkRap.
Colonne di San Lorenzo
Um das Mailänder Jungvolk kennen zu lernen, sind die Säulen aus der Römerzeit an der Kirche San Lorenzo Maggiore perfekt. Abends und am Wochenende ist hier der Treffpunkt der Szene. Man sollte den jungen Italienern nicht nacheifern und diesen Platz vermüllen, sonst setzt es saftige Ordnungsstrafen!
Naviglio Grande
Das Gebiet um den großen Kanal ist ebenfalls ein gemütlicher abendlicher Treffpunkt für die Mailänder Jugend. Künstlerateliers, Cafés und Restaurants schaffen eine ideale Atmosphäre bevor es in die vielen ansässigen Diskobars gehen kann.
Corso Como
Die Straße und ihre Umgebung im Viertel Centro Direzionale ist eine der schicksten Mailänder Adressen für Bars und Diskos. Hier sollen die Spieler von Milan und Inter neben anderen V.I.P.s der Stadt beim Feiern zu treffen sein. Aber wie das so ist mit In-Clubs: Sie sind auch ganz schnell wieder out. Deshalb ist es ratsam, sich einen Partyguide in der Touristeninfo oder in einen der Szene-Läden zu beschaffen, um damit gezielt seinen Abend zu planen.
