Reiseziel Barcelona
Cool, aufregend und 100% abwechslungsreich: So zeigt sich Barcelona und zählt damit zu einer der hippsten Metropolen der Welt! Obendrein ist die ganze Stadt ein einziges Kunstwerk. Nicht nur, dass der spanische Modernisme-Architekt Antoni Gaudí Barcelona sein unverwechselbares Äußeres verliehen hat. Der historische Stadtkern des Barri Gòtic und die schachbrettartige Planstadt Eixample mit ihren Modernisme-Bauten gehören ebenso zum Stadtbild wie die Hotelriesen am Playa Barceloneta, das Olympia-Gelände oder die moderne Hafenanlage. Aber auch Barcelona hat seine Schattenseiten: Vorsicht vor Langfingern, denn solche machen in der „Hauptstadt der Taschendiebe“ immer noch eins ihrer besten Geschäfte!
Sehenswürdigkeiten
Ein Tipp vorweg: Mit dem Fahrrad lässt sich Barcelona am besten erkunden. Natürlich gibt es Fahrradverleihe und Radtouren. Darüber hinaus stehen in der ganzen Stadt öffentliche Fahrräder herum, die zwar einmalig um die 24€ kosten, dafür aber für ein ganzes Jahr benutzt werden können. Ansonsten ist Taxi fahren in Barcelona auch sehr preiswert.
La Sagrada Familia
Die Kirche der Heiligen Familie ist wohl das Wahrzeichen Barcelonas und das noch immer unvollendete Hauptwerk Antoni Gaudís seit über 125 Jahren. Wie eine riesige Sandburg erhebt sich das Bauwerk über die Stadt und soll später einmal mit dem 170 Meter hohen, Jesus Christus geweihten Hauptturm den höchsten Kirchturm der Welt besitzen. Man kann Stunden an den beiden bereits fertigen Außenfassaden „Weihnachten“ und „Passion“ verbringen: Das üppige Dekor und die unzähligen komplexen Elemente darin erzählen die einzelnen Bibelpassagen bis ins Detail. Die Osttürme können bestiegen werden. Dafür sollte man aber schwindelfrei sein, denn der Weg über schmale Treppen und Brücken ist oft mit Geländern versehen, die eigentlich nur Dekoration darstellen! Dafür hält er aber auch angenehmere Überraschungen parat: An jeder Ecken tauchen neue steinerne Meisterwerke auf - so viele, dass man sie gar nicht mehr aufnehmen kann. Für diejenigen mit Höhenangst steht mittlerweile auch ein Teil des Innenraums zur Besichtigung offen. Und in der Krypta, der Kirchengruft, liegt der Baumeister höchst selbst begraben.
Barrio Gótico/Barri Gòtic
Das gotische Viertel ist der historische Stadtkern Barcelonas. In den schmalen Gassen kann man noch mittelalterliche Luft schnuppern - oft im wahrsten Sinne des Wortes... Der Innenhof von Marc Safont aus dem Jahr 1425 ist besonders schick, der Königsplatz Plaça Reial/del Rei ebenfalls. Und eine Seufzerbrücke gibt es auch: Sie verbindet den Palau de la Generalitat mit der Casa dels Cononges.
La Catedral
Diese gotische Kathedrale im Barri Gòtic ist auch etwas ganz besonderes: In ihrem Kreuzgang befinden sich ein alter, mit Moos bewachsener Brunnen mit dazugehöriger Gänsefamilie und einen kleinen tropischen Palmenwald. Dort gibt es die schönsten Lichteffekte! - Man sollte trotz der spanischen Sonne darauf achten, dass man für einen Kirchenbesuch angemessen gekleidet ist, das heißt Schultern bedecken und keine zu kurzen Röcke oder Hosen etc. tragen!
Las Ramblas/Les Rambles
Diese Flaniermeile ist ebenfalls ein Wahrzeichen der Stadt und führt, über einen Kilometer lang, vom Zentrum bis zum Hafen und sogar in diesen hinein. Die verschiedenen Märkte, Straßenkünstler, Blumen- und Vogelverkäufer, Kioske, Cafés, Restaurants und letztendlich der rollende Verkehr machen diese Straße (eigentlich sind es ja fünf Straßen in einem Stück) zu einem hektischen Gewusel. Etwa in der Mitte der Allee befindet sich das große Opernhaus Gran Teatre del Liceu und ein Durchgang zur schönen Plaça Reial/del Rei. Überhaupt kann man von hier aus gut ins gotische Viertel starten.
Port Vell
Am Ende der Ramblas beginnt der alte Hafen. Dort werden die einfahrenden Schiffe von der Statue Christoph Kolumbus’ begrüßt, die Richtung Osten zeigt, nach Indien (das Ende der Geschichte kennt jeder). In den mittelalterlichen Schiffswerften am alten Hafen befinden sich heute das Schifffahrtsmusem Museu Marítim und das größte Ozeanarium des Mittelmeeres. Dort kann man auch mit der Hafenseilbahn bis zum Montjuic, dem Hausberg Barcelonas, fahren. Die Fahrt ist zwar nicht ganz billig, bietet aber einen super Ausblick auf die ganze Stadt.
Barceloneta
Das alte Fischerviertel schließt mit seinem schönen und kilometerlangen Stadtstrand zum Meer hin ab. Etwas eigenartig störend erscheinen dort zwei Hotelkomplexe und eine riesige Goldfisch-Skulptur. Aber sonst lässt es sich dort gut faulenzen, trotz der horrenden Preise in den Strandbars.
Antoni Gaudí-Bauten
Kaum eine andere Stadt wurde so markant von einem einzigen Künstler geprägt wie Barcelona von Gaudí. Seine Gebäude sind märchenhafte Meisterwerke der Architektur: Sie bringen den Betrachter dazu, wieder wie ein Kind zu träumen. Die La Sagrada Familia ist ein Beispiel dafür. Weitere sind die Casa Batlló, die Casa Milà, die Casa Calvet, der Palau Güell und die Casa Vicens: die Stadthäuser in den Vierteln Eixample und Gràcia. Aber vor allem sollte man sich den Parc Güell anschauen! Das ist eine riesengroße Parkanlage mit verschlungenen Wegen, üppigem Tropenwuchs, Terrassen, Höhlen, Brücken und zwischendurch sieht man immer wieder zauberhafte Skulpturen und Gebäude - darunter auch das Wohnhaus Gaudís.
Mont Montjuic
Vom Hausberg Barcelonas hat man den schönsten Ausblick auf die Stadt und er ist gleichzeitig deren größter Stadtpark. Entweder man „bezwingt“ den Montjuic vom Hafen aus mit der Seilbahn oder man steigt die Stufen vom Playa Espanya hoch. Oben erwartet einen außerdem das Olympia-Gelände von 1992.
Einkaufen
Beim Essen gilt generell: In den Touristengegenden ist es natürlich teuer, dazu aber auch nicht sehr qualitativ. Da können einen schon mal die Käferchen aus dem Mahl zuzwinkern! Das Lokal sollte nicht nach dem Äußeren, sondern nach seinen Gästen beurteilt werden. Und wirklich: Je mehr Abfall, sprich Servietten oder Olivenkerne, auf dem Boden liegen, desto besser ist das Lokal!
Barrio Gótico/Barri Gòtic
In den engen Gassen des gotischen Viertels kann man wunderbar shoppen (und auch besonders lecker essen). Die kleinen Läden reihen sich wie bei einer Perlenkette aneinander. Dort gibt es den typischen spanischen Hippiestyle wie auch schicke (und teure) Szenenmode. „Custo“ ist zum Beispiel eine beliebte Marke aus Barcelona.
La Boqueria
An der Rambla Richtung Hafen auf der rechten Seite liegt diese große Markthalle voll mit frischem Obst, Gemüse, Fleisch- und Käsewaren und anderen Leckereien. Dort ist es meist viel zu überfüllt, um überhaupt einen Weg hinein zu finden. Deshalb ist es ratsam noch vor dem Mittag die Boqueria zu besuchen. Im hinteren Teil der Halle sind die Preise ein ganzes Stück billiger!
Nachtleben
Die Spanier gestalten ihren Tag immer etwas später: Sie essen spät am Abend, gehen spät in die Bars und zum Tanzen in die Clubs machen sie sich erst gegen ein bis zwei Uhr nachts auf; dafür bleiben sie aber auch bis in den frühen Morgen! Die Elektro- und House-Szene Barcelonas ist sehr zu empfehlen! Man sollte die Augen für Flyer und Plakate offen halten: Das sind die besten Garantien für eine gute Partynacht. Allerdings sollte man sich auf ein eitles Publikum gefasst machen. Aber wer nichts auf die Arroganz anderer geben will, kann in Barcelona unheimlich viel Tanzspaß erleben!
Barrio Gótico/Barri Gòtic
Hier gibt es Clubs und Bars, wie Sand am Meer. Die Leute strömen von den U-Bahnstationen der Rambla ins Viertel und bevölkern je nach Lust und Laune die Tanzflächen und Barhocker. - Die Viertel Born und Raval sind ebenfalls sehr beliebt, wenn es um’s Feiern geht.
Port Vell
Im alten Hafen steht das Maremagnum - ein modernes Freizeit- und Einkaufszentrum. Dort gibt es einige Diskotheken, Boutiquen und Kinos.
Moog
Das Moog am Arc de Teatre 3 ist ein kleiner Club, in dem House und Techno aufgelegt werden. Dieser recht angesagte Laden hatte schon Größen wie Jeff Mills zu Gast!
Plaça Reial/del Rei
Dieser Platz in der Nähe der Rambla ist ein beliebter Treffpunkt für die jungen Spanier. Hier wird die Partynacht in Bars, Restaurants und Clubs eingeläutet.
Festivals
Barcelona als Stadt der Musik hat sich außerdem mit seinen besonderen Festivals einen Namen gemacht. Da wären zum Beispiel das La Merce-Festival, das Daydream-Festival, das Primavera Sound-Festival, das Summercase und vor allem das Sónar. Kein Wunder also, dass die Stadt einen der führenden Trendsetter Europas in Sachen Musik, Mode und Style abgibt!
