Reiseziel Andalusien
Andalusien ist die südlichste spanische Provinz auf dem Festland und ein beliebtes Reisziel. Sowohl schöne und alte Städte mit reicher Kultur und interessantem Nachtleben, als auch tolle Naturerlebnisse und natürlich der berühmte Flamenco erwarten Euch hier. Also ganz egal, ob Ihr Lust auf Strand-, Kultur-, Party- oder Wanderurlaub habt, es hängt vor allem von Eurer Lust, Zeit und Laune ab, was Ihr hier erlebt. Wir stellen Euch die wichtigsten Städte vor.
Sevilla
Die andalusische Hauptstadt ist mit Ihren 700000 Einwohnern Spaniens viertgrößte Stadt und kulturelles Zentrum der Region. Hier laden verwinkelte Gassen zum Schlendern in der Altstadt ein und monumentale Bauwerken bringen den Besucher zum staunen.
Sehenswürdigkeiten
Die Kathedrale
Mit dem Bau der Kathedrale Santa Maria wurde bereits im Jahr 1402 begonnen, weitergebaut wurde dann mit Unterbrechungen bis ins 17.Jh. Dementsprechend groß und vielseitig präsentiert sich heute der Gesamtkomplex und man sollte genug Zeit für dieses Wahrzeichen von Sevilla einplanen. Davor stand an gleicher Stelle eine Moschee und an einigen Stellen lassen sich davon noch Spuren finden. So war der sehr sehenswerte, über 90m hohe Glockenturm Giralda ursprünglich das Minarett der Moschee. Er ist über Rampen zugänglich. Im inneren der Kathedrale erwarten den Besucher über 200 Heiligenfiguren und das Grabmal von Christoph Kolumbus.
Reales Alcazares
Südlich von der Kathedrale liegt der Königspalast Alcazar. Auch er wurde zu maurischer Zeit im 12. Jh. angelegt und dann unter den nachfolgenden christlichen Herrschern erweitert. Die Anlage besteht aus mehreren prunkvollen Palästen, die sich um einen Innenhof gruppieren. Im inneren dieser Paläste findet man schöne Gärten, Galerien mit Spitzbögen und prunkvolle Salons.
Barrio de Santa Cruz
Beinahe direkt neben Kathedrale und Königspalast beginnt das Barrio de Santa Cruz. Im ehemaligen Judenviertel der Stadt lässt sich besonders gut das andalusische Flair empfinden. Kleine Gassen, weiße Fassaden, Plätze mit Orangenbäumen und Blumenschmuck und die typischen gekachelten Innenhöfe machen den Reiz des Viertels aus. Hier lässt es sich gut bummeln, in eine Tapas-Bar einkehren oder das eine oder andere Souvenir erstehen.
Barrio de Triana
Über den durch Sevilla fließenden Guadalquivir gelangt man ins Stadtviertel Triana. Hier lebten in früheren Zeiten vor allem Hafenarbeiter und Handwerker. Nordwestlich liegt das ehemalige Expo-Gelände. Direkt am Ufer findet man in der Straße Calle Betis schicke Bars und gute, aber auch teure Restaurants. Aber auch das eine oder andere Szenecafé und wieder enge Gassen zum bummeln sind in der Nähe zu finden.
Plaza de España
Dieser Platz außerhalb der Altstadt wurde 1929 für die Iberamerianische Ausstellung angelegt. Um in herum liegt der Parque de Mará Luisa und man merkt deutlich, dass sowohl Park als auch Platz völlig neu geplant und gebaut wurden. Der Platz selbst entstand auch erst durch das große halbrunde, prächtige Gebäude, mit Säulen und Bögen und Kachelbildern der Geschichte Spaniens.
Einkaufen
Souvenirs und Mitbringsel finden sich in den zahllosen Geschäften in der Altstadt. Handgemachtes findet man In Triana, aber auch einige schicke Läden gibt es hier. Die beliebtesten Einkaufsstraßen sind die Cale Sierpes und die Calle Tetán. Hier gibt es auch in den Nebenstraßen viele Gute Möglichkeiten zum Shoppen. Einen besuchenswerten Flohmarkt findet Ihr am Wochenende auf Plaza Duque de la Victoria.
Nachtleben
Für Kinofans sei an dieser Stelle kurz gesagt, dass die Vorstellung hier im Vergleich zu Deutschland günstig sind und auch öfter Filme in der Originalversion laufen. Aber auch alle die so richtig ausgehen wollen, kommen auf Ihre Kosten. Ein guter Start dafür ist die Calle Betis - die Partystraße von Sevilla - hier reihen sich Bars und Clubs aneinander. Zwischen den Plätzen Alfalfa und Salvador ist nachts immer alles voll mit junge Leuten. Einfach an eine Gruppe ranhängen und sofort seid Ihr vor der nächsten Disco. Aber Achtung, die Türpolitik in Spanien ist nicht durchschaubar, generell solltet Ihr lieber schick angezogen sein. Wer es ein bisschen Alternativer mag sollte sein Glück lieber auf der Alameda de Hércules probieren.
Granada
Granada ist mit seinen fast 300.000 Einwohnern eine lebendige Universitätsstadt. Die Stadt selbst ist eher modern, aber bietet mit der weltberühmten Alhambra und dem alten maurischen Viertel Albaicín Einiges an Kultur.
Alhambra
Die Alhambra ist beinahe unbeschreiblich. Von außen zeigen die schlichten roten Mauern noch nichts von dem, was sich im Innern der Festung verbirgt. Trotzdem sollte man sich, bevor man sich ins innere begibt, einen ausgiebigen Spaziergang durch die Parkanlagen und den Blick auf das Albaicín nicht entgehen lassen. Ist man hineingekommen, reihen sich Säle und Innenhöfe aneinander, die einer schöner und prunkvoller als der andere sind. Allerdings empfiehlt es sich, die Eintrittskarten möglichst im voraus im Internet zu kaufen, da die Besucherzahl pro Tag begrenzt ist.
Albaicín
Auch wenn hier abgesehen von der Stadtmauer und einigen kleineren Gebäuden nichts mehr von dem maurischen Stil übrig geblieben ist, vermitteln einem die kleinen Gassen, Wege und Treppen einen Rückblick in diese Zeit. Am besten ist es, einfach ohne Angst sich zu verlaufen, das Viertel zu erkunden und kleine Winkel und verborgene Ecken zu bewundern.
Einkaufen
Souvenirs, Schmuck und Kunsthandwerk findet Ihr auf dem Alcaicería, dem ehemaligen maurischen Bazar.
Nachtleben
Zahlreiche Tapas-Bars um in den Abend zu starten findet ihr am Fuße der Alhambra. Ansonsten empfiehlt sich eine Bar rund um die Plaza Nueva, die zahlreichen Studenten trefen sich rund um die Plaza Albert Einstein und zwischen den Straßen Pedro Antonio de Alarcón und Martinez de la Rosa.
Cordoba
Cordoba ist eine Stadt der Fußgänger und die zahlreichen Touristen sorgen dafür, dass die Straßen noch voller mit Menschen sind, als sie es ohnehin schon wären.
Mezquita
In er Mitte der Altstadt erhebt sich die Mezquita, eine der größten Moscheen der Welt. Natürlich wurde auch diese, von den christlichen Machthabern später in eine Kathedrale umgeweiht. So findet sich inmitten der Moschee auch eine Renaissancekirche aus dem 16. Jh. Weitaus sehenswerter ist aber der ältere Teil. Eine Halle voller Säulen, überspannt mit rotweißen Bögen hinterlässt mehr als einen imposanten Eindruck. Und auch wenn zuerst alles sehr gleichförmig wirkt, kann man hier entdecken, dass die Mezquita im Zusammenspiel der unterschiedlichsten Architekturstile errichtet wurde.
Judería
Das ehemalige jüdische Viertel lockt den Besucher mit seinen engen Gassen, weißgekalkten Häusern und geschmückten Plätzen. Immer auch einen Blick in die sagenhaften Innenhöfe werfen und nicht von den Touristenmassen erdrücken lassen!
Nachtleben
Wer in Cordoba ausgehen möchte, findet die meisten jungen Leute in den Bars rund um die Kirche San Hipólito, um in angrenzenden nördlichen Teil der Innenstadt.
Tarifa
Tarif kann man auch wegen der schönen Altstadt besuchen. Der Hauptgrund für die meisten Touristen her zu kommen, ist aber das Surfen. Dementsprechend voll ist die Stadt mit jungen Leuten und Rucksacktouris, die sich auf die nächste Welle freuen. Und genau das solltet Ihr hier auch tun.
Ronda
Für Ronda Sehenswürdigkeiten aufzuzählen ist nicht möglich. Die ganze Stadt ist eine. Sie liegt auf einem Felsplateau, dessen steile Kanten zum Teil mehr als 100 Meter in die Tiefe gehen. Besonders interessant ist der ältere Teil der Stadt - La Cuidad. Und von der Puente Nuevo, die das alte mit dem neuen Ronda verbindet, hat man einen spektakulären Blick in die Schlucht und über die Stadt.
